UI Prinzipien für eine Smart Home Anwendung

Das größte UX-Optimierungspotential bei Smart Home Anwendungen – ausgehend vom aktuellen Stand der Technik – sehen wir in der einfachen Konfiguration von Schaltern und Automatisierungsregeln.

Als Benutzerschnittstelle dafür eignet sich am ehesten das Tablet – von allen in einem Haushalt vorhandenen Endgeräten: Es bietet ausreichend Fläche, ist mit Touch am direktesten bedienbar und am einfachsten verfügbar (im Gegensatz zu PC und TV). Gleiches gilt auch für eine stationäres oder mobiles Inhome-Display.

Reduzierter, konsistenter und klar verständlicher Einsatz von Symbolen

  • Kreise = Aktoren (für Lichter, Jalousien, Heizung, Garagentor, usw.)
  • Sechsecke = Sensoren (wie Lichtschalter, Helligkeitssensoren, Bewegungsmelder, usw.)
  • Karten = Regeln (bestehend immer aus mind. einem Aktor und einem Sensor)

Die Absicht des Benutzer direkt aufgreifen

  • Will er einen Schalter (Sensor) konfigurieren, dann kann er auf diesen an der Wand drücken und die App bietet ihm die Geräte an, die er damit ansteuern kann.
  • Möchte er eine Lampe (Aktor) schalten, kann er diese auswählen, und bekommt anschließend die verfügbaren Schalter angeboten.
  • Will er eine Regel erstellen, hat er die Möglichkeit unter „Regeln” eine hinzuzufügen.

Je Ansicht kann max. ein Parameter eingestellt werden

Sobald der Benutzer einen Einstiegspunkt gewählt hat, wird er Wizard-artig durch einen Prozess geführt, der ihm pro Screen maximal eine Entscheidung abverlangt. Ein Back-Button versteht sich von selbst.

Ausschließlich Und-Verknüpfungen innerhalb einer Regel

Diese Einschränkung ist wichtig, um das Erstellen einer Automatisierungsregel, die möglicherweise mehrere verschiedenen Sensoren oder anderen Bedingungen vereint, wirklich für jeden überschaubar zu halten.

Verwendung von natürlicher Sprache

Die Sprache im UI geht immer von den Absichten des Benutzer aus und greift diese auf. Der Benutzer fragt sich: “Wie kann ich das Öffnen der Jalousie automatisieren?” Das UI bietet ihm die Möglichkeit „Jalousie öffnen/schließen“ anstatt nur das Gerät zu nennen. Die Schwellwerte eines Helligkeitssensors heißen nicht „1.000 Lux“, sondern „wenn die Sonne schein“ oder „wenn es dämmert“. Jede Regel ist zusätzlich zur Visualisierung in einem klaren deutschen Satz beschrieben.

Lesen Sie im Blogbeitrag „Der Weg zum smarten Zuhause", wie wir zu diesen Schlussfolgerungen gekommen sind.

Bettina & Josef

Bettina Streit

Geschäftsführerin & Usability Engineer

bs@coeno.com

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